Лев Толстой против Джо Райта — кто кого? Литературная критика романа «Анна Каренина» и его экранизации на немецком языке. Anna Karenina (2012)

Лев Толстой против Джо Райта — кто кого? Литературная критика романа «Анна Каренина» и его экранизации на немецком языке.

Anna Karenina (2012)

Die Literaturverfilmung

Der Film „Anna Karenina“ (2012) handelt von der tragischen Geschichte des Schicksals von Frau Karenina. Er basiert auf einem gleichnamigen  Roman von  Lew Tolstoi, der1877-1878 veröffentlicht wurde.Beim Vergleich zwischen Buch und Film sind die Kritiker auf dem Standpunkt, dieser Film war „keine Verfilmung des großartigen Romans“ sondern  „schöne dynamische Skizze nach den Motiven von Lew Tolstoi“. Das ist selbstverständlich meiner Meinung nach, solches große Werk kann man nicht in der Dauer von 130 Minuten ausführlich nacherzählen.

Die filmische Adaption zeigt im Gegensatz zu dem Buch, dass die Regie von Joe Wright die Hauptidee der literarischen Vorlage nicht verwirklicht hat. „Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich, jede unglückliche Familie ist unglücklich auf ihre Weise“. Der Roman handelt von fünf miteinander verwandten und verschwägerten Familien, deren Glück letztlich an eine Erziehung zu Religion und Moral gebunden ist – das wichtigste hat die Regie überhaupt außer Acht gelassen. Trotzdem trägt sie dazu eigene visuelle Auffassung von „Anna Karenina“ mit „Die ganze Welt ist eine Bühne und alle Frauen und Männer bloße Spieler“. Dieser Ausspruch verwirklicht Joe Wright sehr erfolgreich. Seine Idee mit Theaterbühnen war geeignet für frische Sicht auf vieljährigen Roman.

Joe Wright hat nur einen Handlungsstrang von dem Plot des Werkes genommen, der nur eine Familie zeigt, darum ist der Film eher eine Liebesgeschichte als die Verfilmung des zweibändigen Romans. Die Visualisierung der Geschichte trägt trotzdem dazu bei, dass es dem Zuschauer gelungen ist, riesigen und manchmal langweiligen Beschreibungen der Gefühle zu vermeiden.

Nach der Lektüre von diesem Roman habe ich von der Vorstellung meines Lieblingsheldens Aleksei Karenin erwartet. Meine Erwartungen wurden vollständig erfüllt, denn er wurde sogar besser vorgestellt:  seine Geduld, sein Gelassenheit, sein gesunder Menschenverstand fesseln das Publikum.

Ich bin sicher, dass der Roman es schaffen kann, junge Generation mit tiefer Philosophie von L.Tolstoizu Tode zu langweilen. Zwar darum muss man sich mindestens den Film ansehen. Er ist nicht nur inhaltsreich sondern auch dank dem Tempo der Handlung atemberaubend.Ich möchte extra betonen, dass dank dieser neuen Verfilmung so viele Schüler und Erwachsene  erkennen könnten, dass Anna Karenina nicht nur sich vor den Zug geworfen hat (nur diese Tatsache wissen die meisten).Die Kulmination mit dem Zug habe ich erwartet, weil ich bei der Lektüre total erschöpft war. Diese furchtbare Szene von Selbstmord habe ich kaum verstanden und dank dem Film habe ich das gesehen und eben gefühlt.

Ich habe mich vier (!!!) Verfilmungen angeschaut, und nur diese Regie hat die Handlung schön, klar und unterhaltsam präsentiert ohne philosophische Nachdenken, sinnlose Bezweiflungen, psychologische Zeichnungen, Gerede, das Leben der Bauernschaft  zu beschreiben – also ohne unnötige Szenen. Nur das Werk Joe Wright ist achtenswert!

Auffällig ist, dass es in filmischer Adaption von russischem Roman nichts echt Russisches gibt. Der russische Geist des zaristischen Russlands wurde eher nicht erfüllt: Lieder, Umgebung, Dialoge, Benehmen können „made in Great Britain“ ausgestempelt worden. Diesen Unterschied kann man nur nach der literarischen Vorlage bemerken, der wirklich lesenswert ist. Auf diesem Grund empfehle ich sowohl den Roman zu lesen als auch sich den Film anzusehen.

Autorin: Oksana Bakum